Fiesta zu viert
Autorin: Madeleine Wickham
Original: Sleeping Arrangements (2001)
meine Bewertung: 3 von 5
Schon
lange haben Chloe und ihr Lebensgefährte Philipp einen Urlaub bitter
nötig. Auf Philipps Herzen lasten Sorgen, denn seit der Übernahme seiner
Bank durch eine andere Bank bangt er um seinen Arbeitsplatz. Chloe
fühlt sich ihrem Lebensgefährten nicht mehr nahe und möchte gerne wieder
neuen Schwung in die Beziehung bringen. Die beiden Kinder Sam (16) und
Nat (8) könnten einen Tapetenwechsel auch ganz gut gebrauchen. Da kommt
das Angebot eines befreundeten und wohlhabenden Weinkenner gerade recht,
doch eine Woche in seiner spanischen Villa zu verbringen. Dankbar
nehmen sie das Angebot an und machen sich auf den Weg nach Spanien.
Auch Amanda und ihr
Mann Hugh freuen sich schon auf einen erholsamen Urlaub. Die beiden
reisen gemeinsam mit Kindermädchen Jenna und ihren beiden kleinen
Töchtern Beatrice und Octavia. Eigentlich wollte Amanda ja Urlaub im
Club Med machen, aber da hat ihr Mann das Angebot bekommen, eine Woche
in der Villa eines Freundes in Spanien zu wohnen.
Gerade als Amanda und
Hugh mit ihrer Familie angekommen sind, kommen auch Philipp und Chloe.
Man ist verwirrt und telefoniert mit besagtem Freund, doch es stellt
sich heraus, dass entweder eine Familie abreisen muss oder man sich
arrangiert. Man einigt sich auf Letzteres, denn schließlich ist die
Villa groß genug für beide Familien.
Natürlich geht das
nicht reibungslos über die Bühne. Sam, der sechzehnjährige Sohn von
Chloe und Philipp, hat sich in das Kindermädchen Jenna verliebt und
schwebt auf Wolke Sieben, Philipp denkt nur an seine Sorgen zu Hause,
obwohl er Chloe versprochen hatte, sich zu entspannen und nicht an die
Arbeit zu denken, und nicht zuletzt verbindet Chloe und Hugh die
Vergangenheit, doch davon wissen die anderen nichts. Es stellt sich
außerdem heraus, dass Hugh in gewisser Weise auch mit Philipp zu tun
hatte - War das Treffen in der Villa etwa nicht zufällig, sondern von
Gerard, der es liebt, wenn andere Menschen in peinliche Situationen
geraten, von langer Hand geplant?
Madeleine Wickham, die auch unter dem Pseudonym Sophie Kinsella ihre "Shopaholic"-Werke
verfasst hat, hat ein leichtes, amüsantes Buch geschrieben, das sich
mit Sicherheit wunderbar an einem heißen Nachmittag am Strand lesen
lässt. Man mag ihre Charaktere und liest das Buch mit einem Lächeln auf
den Lippen, allerdings kann es bei Weitem nicht an die "Kinsella-Bücher"
heranreichen.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen