Der Lotse
Autor: Frederick Forsyth
Original: The Shepherd (1975)
meine Bewertung: 5 von 5
Es ist
Weihnachtsabend. Ein junger englischer Kampfflieger-Pilot hat seinen
Dienst hinter sich gebracht und freut sich jetzt nur noch auf einen
schönen Weihnachtsmorgen im Kreise seiner Familie. Dazu muss er nur noch
von einem kleinen Flughafen in Deutschland mit seiner einsitzigen
Vampire nach England fliegen und von dort seinen Bus erwischen. Es ist
eine finstere und kalte Nacht, doch die Aussicht auf zu Hause wärmt den
jungen Piloten.
Er fliegt schon
einige Zeit lang übers offene Meer, ehe er bemerkt, dass etwas mit der
Stromversorgung seiner Vampire nicht mehr so funktioniert, wie es
sollte. Aus dem Funkgerät kommt nicht einmal mehr das atmosphärische
Knacken, alle Geräte, die an das Stromnetz angeschlossen sind, sind
ausgefallen.
Der Pilot bekommt es
mit der Angst zu tun, besinnt sich aber auf seinen damaligen Ausbilder,
der ihn auf derartige Notsituationen vorbereitet hat. Er beginnt neue
Hoffnung zu schöpfen, jedoch schlägt diese schnell in Verzweiflung um,
als er die englische Küste erreicht, die total von Nebel verschluckt
ist. Gerade als er kurz davor ist, aufzugeben, kommt die Rettung - die
sich im Nachhinein als ebenso unheimlich wie erfolgreich herausstellt.
Frederick Forsyth hat
mit dieser kurzen Geschichte (rund 90 Seiten) das geschafft, was oft
nicht einmal der dickste, gut ausgeklügeltste Thriller vermag. Der
Spannungsbogen wird von Anfang an aufgebaut und immer weiter gespannt,
bis man schließlich auf der letzten Seite des Rätsels Lösung erfährt -
und eine Gänsehaut bekommt. Unbedingt lesen!
Kommentare
Kommentar veröffentlichen