Schatten in Rockfortcastle

Autorin: Ursel Scheffler
Titel: Schatten in Rockfort Castle (1996)
meine Bewertung: 2 von 5

Lady Curzon lebt in Rockfort Castle im kleinen Ort Binocle nahe von London. Erst vor kurzem ist ein entfernter Verwandter aus Amerika zu ihr gekommen, der angeblich ihr Neffe ist. Das beschauliche Leben von Lady Curzon wird jedoch von einem Diebstahl überschattet: Jemand hat das Porträt ihres Vorfahren Casimir Curzon gestohlen. Ein herber Verlust, da das Gemälde von einem alten Meister gemalt wurde und sehr wertvoll war. Doch die Versicherungssumme kann sie ein wenig über diesen herben Verlust hinwegtrösten.
Die alte Dame Sara Robinson hegt einen Verdacht und macht sich daran, das Rätsel um das verschwundene Bild aufzuklären, da Inspektor Higgins, der Polizeibeamte des Ortes, gerade mit einem wichtigen Kunstfälscher-Fall befasst ist und sich auch sonst nicht besonders klug anstellt. Sara zur Seite stehen die beiden kleinen Zwillingsbrüder Tom und Billy (aber nicht Kaulitz!), sowie die kleine Kitty. Gemeinsam schaffen es die alte Dame und die Nachbarskinder, Licht in in diese verworrene Angelegenheit zu bringen.
Dieses Kinderbuch ist sogar als solches nicht besonders anspruchsvoll. Leider sind die Charaktere nicht besonders ausgeprägt ausgefallen, so dass man auf den rund 120 Seiten kaum Sympathien aufbauen kann. Die Handlung ist selbst für die zehnjährigen Leser, für die das Buch vorgesehen ist, vorhersehbar. Schade finde ich vor allem, dass in dem 1996 erschienenen Buch - abgesehen von der Protagonistin - Frauen sehr antiquiert dargestellt werden. Es gibt die Krämersfrau, die Bäckersfrau und die Lehrersfrau. Diese sind nicht etwa Krämerinnen, Bäckerinnen und Lehrerinnen, sondern die Frauen von Krämern, Bäckern und Lehrern. Für Kinder gibt es definitiv spannendere und passendere Geschichten, beispielsweise Thomas Brezinas Knickerbockerbande.


  • Gebundene Ausgabe: 122 Seiten
  • Verlag: Egmont Franz Schneider Verlag (1996)
  • ISBN-10: 3505103217

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