About a Boy

Autor: Nick Hornby
Original: About a Boy (1998)
meine Bewertung: 5 von 5

Der 36-jährige Londoner Will Freeman hat viel Freizeit. Eigentlich hat er nur Freizeit, er muss nämlich nicht arbeiten. Sein Vater hat vor vielen Jahren einen Weihnachts-Hit geschrieben, seit dem kann Will von den Tantiemen leben. Will macht nur, worauf er Lust hat. Dazu gehören vor allem diverse Trips aufgrund synthetischer Drogen, Party, Fernsehen, Schlafen und Frauen.
Eines Tages bemerkt er, dass er viel bessere Karten bei alleinerziehenden Müttern hat, weshalb er kurzerhand einen zweijährigen Jungen mitsamt geschiedener Exfrau erfindet. Mit dieser Geschichte ausgerüstet geht Will zu einem Treffen der Alleinerziehenden. Dort gewinnt er viele Sympathien, als er von seinem kleinen Ned und seiner gemeinen Exfrau erzählt. Bei einem Picknick der Alleinerziehenden verstärkt er nicht nur seine Beziehung zu Angie, der Mutter von Ali, sondern auch zu einem zwölfjährigen Jungen namens Marcus. Marcus wurde von seiner Mutter zum Picknick geschickt, weil diese mal ausspannen wollte.
Will kann mit Kindern eigentlich überhaupt nichts anfangen. Irgendwie ist Marcus aber anders. Er ist ernst und versteht keinen Humor, tut Will aber auch irgendwie leid. Die Mutter des Jungen ist eine Althippie-Frau mit einer Vorliebe für Vegetarier und Bob Marley Songs, dementsprechend ist Marcus alternativ gekleidet, seine Haare werden von seiner Mutter geschnitten und er kennt weder Tupac noch Nirvana. Durch einen tragischen Zwischenfall lernen sich Marcus und Will näher kennen. Marcus fällt auf, dass Will cool ist und weiß, was ein zwölfjähriger Junge wie er wissen muss, damit er nicht ständig gehänselt wird.
Marcus beginnt, nach der Schule Will täglich zu besuchen. Dieser ist, genau wie Marcus' Mutter, anfangs überhaupt nicht davon begeistert, doch mit der Zeit werden der Erwachsene, der immer noch Kind ist, und das Kind, das nie Kind war, sowas wie Freunde. Es entwickelt sich eine eigenartige Symbiose, von der beide profitieren...
Das Buch von Nick Hornby wurde mit Hugh Grant in der Rolle des Will Freeman verfilmt und zum Kinokassenschlager. Nicht unberechtigt, denn das Buch bietet alles, was eine gute Geschichte ausmacht. Es gibt Drama, Freundschaft, Liebe und Humor, ist aber auch eine leise Kritik an der Konsumgesellschaft und Partygesellschaft, zu der Will gehört. Es ist perfekt für einen regnerischen Tag im Herbst, Winter oder in dieser seltsamen Jahreszeit, die wir jetzt gerade haben.


  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur (Mai 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426616904

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    Kommentare

    1. JAGODASTA_BUDALA schreibt am 25.03.2007 um 14:02 Uhr:Klingt interessant... werde ich wohl mal lesen...
      LG,
      Jabu

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    2. moribund schreibt am 25.03.2007 um 14:17 Uhr:kennst du acuh "a long way down"? ist vom gleeichne schri´ftsteller^^ ist acuh ein gutes buch

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    3. angelmagia schreibt am 27.03.2007 um 20:00 Uhr:Das Buch lese ich auch grade. Schullektüre, aber es ist wirklich großartig...
      Und dann auch noch auf Englisch (:

      aber eine Frage...

      "Bei einem Picknick der Alleinerziehenden verstärkt er nicht nur seine Beziehung zu Angie, der Mutter von Ali, sondern auch zu einem zwölfjährigen Jungen namens Marcus. Marcus wurde von seiner Mutter zum Picknick geschickt, weil diese mal ausspannen wollte"

      Hm da war er doch mit Suzie oder? Und ihrer Tochter Megan ;)

      Angie, war doch vorher.. Und Ali hinterher (Der Sohn von Rachel) Oder nicht?

      Alles Liebe dir.

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    4. chil schreibt am 27.03.2007 um 22:34 Uhr:Oh, stimmt, danke! Da hast du mich auf einen Fehler in meiner Rezi aufmerksam gemacht. Er war mit Susan am Picknick, hat dort Will kennen gelernt. Und Ali ist der Sohn von Rachel. Angie war doch dieses eher unbedeutende Zwischenspiel, oder?

      Danke nochmal,
      chil

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    5. angelmagia schreibt am 27.03.2007 um 22:40 Uhr:Gern geschehen :)

      Ja, genau. Ali der Sohn von Rachel - Das hab ich eben auch gelesen *lach*

      Alles Liebe dir.

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