Brittannica und ich
Autor: A. J. Jacobs
Original: Know-it-all; the (2004)
meine Bewertung: 4 von 5
A. J. Jacobs schreibt für das Klatschmagazin Esquirer. Eines Tages wird ihm klar, dass die Ebbinghaus'sche Theorie der Gedächtniskurve auf erschütternde Weise zutrifft und er schon einen erheblichen Teil seines Schulwissens vergessen hat. Nicht nur dass - sein Schwager Eric ist noch dazu ein Klugscheißer, sein Vater eine Koryphäe auf dem Gebiet der Juristerei. So beschließt Jacobs, der klügste Mensch der Welt zu werden und besorgt sich die 2002er Ausgabe der Encyclopaedia Britannica, die er von A bis Z durchlesen will.
Dieses ist ein ehrenwertes Vorhaben, schließlich ist die Britannica eins der umfassendsten Lexika. Es sind 33.000 Seiten, 65.000 Artikel, 24.000 Abbildungen und 32 jeweils knapp zwei Kilo schwere Bände, die gemeinsam rund 44 Millionen Wörter beinhalten. Aufgestapelt ergibt das rund 1 m 20 gestapeltes Wissen - und das alles liest Jacobs.
In seinem Buch "Britannica & ich" findet man Anekdoten aus der Britannica, zu denen Jacobs immer wieder humorvolle Kommentare verfasst. Außerdem erfährt der Leser, was sonst noch so in Jacobs Leben passiert. Humorvoll und doch geistreich gestaltet sich Jacobs Werk, während dessen Lektüre man auch noch das eine oder andere lernen kann. Und wenn nicht, dann bleibt immer noch der Weisheit letzter Schluss: Wissen und Intelligenz sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Nicht dasselbe, aber doch verwandt. Eigentlich möchte man meinen, es sei nicht besonders interessant, wenn jemand ein Buch über ein Buch schreibt, das er gerade liest. Jacobs beweist das Gegenteil.
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