Ein Porträt des Künstlers als junger Mann

Autor: James Joyce
Original: A Portrait of the Artist as a young Man (1917)
meine Bewertung: 2 von 5

Die Hauptfigur dieses ersten Romans von James Joyce ist Stephen Dedalus. Stephen wächst in Irland auf und geht dort in eine katholische Schule. Im Laufe der Erzählung entwickelt sich Stephen von einem Kind zum Erwachsenen, der sich viele Gedanken macht, vor allem über die Religion und die innenpolitische Situation Irlands seiner Zeit. Immer wieder sieht er sich mit elementaren Fragen konfrontiert, auch denen des Heranwachsens. Während des Lesens entwickelt sich der Leser gleichsam mit Stephen mit, dessen Sprache immer komplexer wird - genauso wie seine Gedanken.
Als Leser findet man doch recht gut in die wunderbare Sprache Joyces hinein, es ist halt kein Werk, das man neben dem Fernsehen oder in der U-Bahn lesen sollte. Man sollte sich Zeit nehmen und in das Leben Dublins eintauchen. Allerdings muss ich gestehen, dass das Werk in mir keine Euphorie wecken konnte, da ich die Handlung an sich nicht besonders ansprechend fand und für mich einige Ansichten Stephens die Religion betreffend sehr radikal sind. Aber das ist eine Glaubenssache, im wahrsten Sinne des Wortes. Weiters würde ich empfehlen, vor der Lektüre ein wenig in die Geschichte Irlands hineinzulesen, so versteht man viele Anspielungen, die einem sonst entgingen. Auf Amazon.de kann man übrigens in das Buch reinlesen, wenn man sich ein eigenes Bild machen möchte.


  • Gebundene Ausgabe: 285 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (19. Juni 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937793151

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