Ein Winter auf Mallorca



Autorin: George Sand
Original: Un Hiver à Majorce (1848)
meine Bewertung: 5 von 5

George Sand ist eigentlich Amantine-Aurore-Lucile Dupin und war die Geliebte von Frédéric Chopin. Gemeinsam mit ihm und ihren beiden Kindern hat sie drei Monate im Winter 1838/39 auf Mallorca verbracht. Weil sie nirgends ein Quartier finden konnten, bezogen sie im Kloster in Valldemossa eine Zelle aus drei Räumen mit Garten. Die Mallorquiner waren ihr gegenüber misstrauisch und skeptisch. Zum einen waren sie Fremde, zum anderen fanden es die Mallorquiner seltsam, dass die Dame mit einem männlichen Namen unterschrieb und ihre Tochter in Hosen herumlaufen ließ. Mit viel Humor und Ironie beschreibt die Französin ihre Erlebnisse mit den Einheimischen und die wunderbare Natur, die sie beinahe für alles entschädigen sollte.


Ich habe mir das Buch direkt in Valldemossa gekauft, nachdem ich das Kloster besichtigt hatte. Schon auf dem Weg zum Flughafen nach Hause hatte ich es fast durch. Es ist witzig, spritzig und überhaupt nicht langweilig. Gerade wenn man von Mallorca mehr kennt, als nur S’Arenal, kann man das Schöne in diesem Buch wiederentdecken. Wenn man nur den Ballermann kennt, wird’s Zeit, dieses Buch zu lesen. Gut, dass von der Falschheit und Unhöflichkeit Fremden gegenüber, die George Sand beschreibt, nicht mehr viel übrig geblieben ist. Wirklich eine Empfehlung. Und ein kleiner Tipp am Rande: Wenn man schon auf Mallorca ist, sollte man sich nicht nur Valldemossa ansehen, sondern auch La Granja!


Taschenbuch: 220 Seiten

Verlag: Insel, Frankfurt; Auflage: 4., Aufl. (Juli 1999)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3458338020

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