Das Schlimmste kommt noch
Autor: Charles Bukowski
Original: Ham on Rye (1983)
meine Bewertung: 5 von 5
Henry Chinaski ist ein seltsamer Junge. Er ist sich sicher, seine Eltern hätten ihn nur adoptiert, anders kann er sich nicht vorstellen, warum er sie so dermaßen hasst und sie ihn im Gegenzug dazu auch. Seine Kindheit und Jugend verbringt er im Amerika der Zwischenkriegszeit, wo die Menschen um ihre Arbeit bangen und Armut alltäglich ist. In der Schule hat er keine Freunde, wird sogar regelmäßig von den stärkeren Jungs verprügelt. Ausgerechnet die Loser sind es, die sich immer wieder an ihn hängen und ihn zum Freund haben wollen. Doch Henry will keine Freunde, er will und kann scheinbar nicht glücklich sein.
Eines Tages verliert auch Henrys Vater seinen Job. Doch damit die Nachbarn nichts merken, fährt er jeden Tag zur selben Zeit von zu Hause weg und kommt erst abends wieder. Henry hat inzwischen so starke Akne bekommen, dass er sich wünscht, sich den ganzen Tag in einer Höhle verkriechen zu können. Er schämt sich seiner und beginnt, Geschichten zu schreiben. Inzwischen ist er im Sport etwas besser geworden und es gibt ein paar Jungs, mit denen er sich abgibt. Doch sein Vater unterbindet dies schnellstmöglich. Prügel sind an der Tagesordnung, auch Henrys Mutter fürchtet sich vor ihrem Mann.
Als Henry älter geworden ist, findet sein Vater seine Geschichten und droht, ihn umzubringen. Dabei wünscht sich Henry schon lange nichts sehnlicher, als seinen Vater zu ermorden. Doch soweit kommt es nicht, Henry schnappt seine Sachen und macht sich auf in die Welt. Er bleibt erfolglos, ergibt sich vollends dem Alkohol. Gewalt ist nach wie vor an der Tagesordnung, jedoch ist es jetzt er, der austeilt. Bukowskis Roman ist wie ein Autounfall. Man will nichts davon wissen, man will es nicht sehen, und trotzdem kann man sich nicht abwenden.
Es ist eine ungeschminkte Geschichte, die die Verzweiflung der arbeitslosen Menschen in der Zwischenkriegszeit widerspiegelt. Die Sprache ist derb, grob, echt – genauso wie das Großwerden in einer Familie, die alles andere als harmonisch ist. Unbedingte Leseempfehlung!
Broschiert: 342 Seiten
Verlag: Dtv (Januar 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423209631
ISBN-13: 978-3423209632
Eines Tages verliert auch Henrys Vater seinen Job. Doch damit die Nachbarn nichts merken, fährt er jeden Tag zur selben Zeit von zu Hause weg und kommt erst abends wieder. Henry hat inzwischen so starke Akne bekommen, dass er sich wünscht, sich den ganzen Tag in einer Höhle verkriechen zu können. Er schämt sich seiner und beginnt, Geschichten zu schreiben. Inzwischen ist er im Sport etwas besser geworden und es gibt ein paar Jungs, mit denen er sich abgibt. Doch sein Vater unterbindet dies schnellstmöglich. Prügel sind an der Tagesordnung, auch Henrys Mutter fürchtet sich vor ihrem Mann.
Als Henry älter geworden ist, findet sein Vater seine Geschichten und droht, ihn umzubringen. Dabei wünscht sich Henry schon lange nichts sehnlicher, als seinen Vater zu ermorden. Doch soweit kommt es nicht, Henry schnappt seine Sachen und macht sich auf in die Welt. Er bleibt erfolglos, ergibt sich vollends dem Alkohol. Gewalt ist nach wie vor an der Tagesordnung, jedoch ist es jetzt er, der austeilt. Bukowskis Roman ist wie ein Autounfall. Man will nichts davon wissen, man will es nicht sehen, und trotzdem kann man sich nicht abwenden.
Es ist eine ungeschminkte Geschichte, die die Verzweiflung der arbeitslosen Menschen in der Zwischenkriegszeit widerspiegelt. Die Sprache ist derb, grob, echt – genauso wie das Großwerden in einer Familie, die alles andere als harmonisch ist. Unbedingte Leseempfehlung!
Broschiert: 342 Seiten
Verlag: Dtv (Januar 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423209631
ISBN-13: 978-3423209632
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