Der alte Mann und das Meer



Autor: Ernest Hemingway
Original: The old Man and the Sea (1952)
meine Bewertung: 5 von 5

Der alte Fischer Santiago ist bereits 84 Tage auf See, ohne einen Fisch gefangen zu haben. Bisher wurde er immer von einem Jungen, der ihn zutiefst verehrt und liebt, begleitet. Doch nachdem den Fischer scheinbar das Glück verlassen hat, bestehen seine Eltern darauf, auf anderen Booten mitzufahren. Der Junge, Manolin, besucht seinen alten Freund jedoch weiterhin jeden Abend, hilft ihm beim Einholen der Netze und besorgt ihm Essen. Am 85. Tag zieht schließlich der alte Mann alleine los. Er fährt weiter hinaus als jemals zuvor.

Zu Mittag des ersten Tages schließlich bekommt Santiago einen riesigen Marlin an die Angel. Ein Kampf zwischen Mann und Natur beginnt. Über drei Tage zieht sich der Kampf, der Fischer fest entschlossen, den riesigen Fisch zu töten, den er mittlerweile als seinen Freund und Bruder betrachtet, der Fisch scheinbar fest dazu entschlossen, nicht einfach so aufzugeben.

Der alte Mann geht an seine körperlichen Grenzen. Da er den Fisch nicht gleich einholen kann, muss er seine gesamten körperlichen Kräfte aufbieten, um den Fisch nicht zu verlieren. Am dritten Tag schließlich ist er seinem Ziel sehr nahe gekommen. Er sieht schon die Küste, muss aber dennoch ohne Fisch zurück kehren, da ihm dieser von der Natur wieder abspenstig gemacht wird. Santiago kehrt heim, bricht zusammen, schleppt sich doch noch in seine Hütte und wird dort von Manolin gefunden, der den Glauben an seinen Freund noch nicht verloren hat.

Hemingways „Der alte Mann und das Meer“ gehört wohl zu den bekanntesten Werken des Schriftstellers, er wurde unter anderem dafür mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Es ist das letzte veröffentlichte Werk von Hemingway vor dessen Tod 1961. Ich persönlich fand die Geschichte sehr berührend. Man schließt Freundschaft mit Santiago, auch den jungen Manolin mag man einfach. Zugegebenermaßen passiert nicht besonders viel in der Geschichte und man könnte ein wenig gelangweilt werden, hält man sich nicht das Wesen der Novelle im Hinterkopf. Es ist die Geschichte über einen verzweifelten Kampf eines Mannes gegen die Natur, nur um schließlich zu erkennen, dass seine eigene Natur seinen Tribut zollt.
Taschenbuch: 144 Seiten
Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 11., Neuausg. (Juli 1999)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499226014
ISBN-13: 978-3499226014

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