Der blinde Hellseher
Autor: Stefan Wolf
Original: Der blinde Hellseher (1979)
meine Bewertung: 3 von 5
Volker
Krause ist ein Freund von Karl und Tarzan, zwar kein besonders enger,
aber man hat doch Kontakt, unternimmt gemeinsam etwas und kennt sich
halt. Eines Tages kommt Volker nicht in die Schule. Am Anfang nehmen
Tarzan, Karl, Klößchen und Gaby ja noch an, dass ihr Schulkamerad
einfach nur krank sei, allerdings klärt sie Gabys Vater, der ja
bekanntlich Kriminalkommissar Emil Glockner ist, darüber auf, dass
Volker entführt wurde.
Natürlich
stellt das für die TKKGler eine einzige große Herausforderung dar. Die
vier wollen unbedingt auf eigene Faust versuchen, Volker zu finden und
aus den Fängen der Entführer zu befreien. Allerlei seltsame Gestalten
kreuzen dabei ihre Wege und die Freunde geraten von einer brenzligen
Situation in die nächste.
Ein
blinder Hellseher, dessen Medium Amanda, ein heimtückischer
Schulkollege, und ein zwielichtiger Pizzeria-Besitzer sind nur einige
der Verdächtigen, doch wie immer kommen die Freunde von TKKG auch
diesesmal wieder auf die richtige Fährte und helfen so, den
verschwundenen Volker aufzuspüren und die Entführung aufzuklären.
Ich
muss gestehen, mich überkommt jedes Mal die Nostalgie, wenn ich einen
der TKKG-Bände in die Finger bekomme. Damals, als ich noch ein Kind war,
haben mich die Abenteuer der Freunde gefesselt, auch heute lese ich sie
noch gerne. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wie die Kinder von
heute auf die Geschichten von Stefan Wolf reagieren, aber der Erfolg
gibt ihm ja Recht. Denn seit 1979 sind mittlerweile über 195 Bände
erschienen.
Die
Geschichten von TKKG kommen ohne nennenswerte Gewalt aus, sind
allerdings, wie schon mal erwähnt, ziemlich chauvinistisch und manchmal
formuliert Wolf etwas unglücklich - oder ist das gewollt? Als Beispiel
soll an dieser Stelle folgendes Zitat angeführt werden:
"Ihr
Vater (Anm.: Gabys Vater), der aus Liebhaberei den Schwimmclub NEPTUNIA
als Trainer betreute, nahm sie dreimal in der Woche hart ran."
Im
Schwimmtrainig, wohl gemerkt. Trotz dieser kleineren Mankos durchaus
empfehlenswerte Lektüre für zehn bis zwölf Jahre alte Jungs - und
wahrscheinlich auch Mädchen, die sich mit der bezaubernden Gaby wohl
alle bestens identifizieren können.
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