Abbott
Autor: Jeff Abbott
Original: Panic (2005)
meine Bewertung: 2 von 5
Evan Casher bekommt
spät in der Nacht einen Anruf von seiner Mutter. Sie klingt besorgt und
aufgebracht, als sie ihn bittet, sich sofort auf den Weg zu machen und
zu ihr zu kommen. Sie fordert dies so bestimmt, dass Evan nur noch
schnell seinen Laptop und eine Tasche packt und die Musikfiles, die ihm
seine Mutter vor kurzem für einen Film gemailt hat, auf seinen
mp3-Player zu spielen, bevor er sich ins Auto setzt und losfährt.
Als der junge und
erfolgreiche Dokumentarfilmer in seinem Elternhaus ankommt, macht er
eine grauenhafte Entdeckung, die sein Leben schlagartig verändert: Seine
Mutter liegt erwürgt in der Küche. Doch die Mörder sind noch irgendwo
im Haus, denn gerade als Evan sich über seine tote Mutter beugt, wird
ihm eine Tüte über den Kopf gestülpt und eine Schlinge um den Hals
gelegt. Der sich heftig währende Evan wird am Seil aufgehängt und erst
in letzer Minute von einem Unbekannten gerettet, der mit einem sicheren
Schuss das Seil durchschießt und Evan so befreit. Dieser rettet sich aus
dem Haus in einen bereits angekommenen Polizeiwagen. Von dort wird er
allerdings entführt: von einem Glatzkopf, der sich selbst Gabriel nennt
und während der Fahrt Evan eine haarsträubende Geschichte erzählt, von
der er behauptet, sie sei die Wahrheit über seine Eltern und über sein
eigenens Leben. Seine Mutter sei ermordet worden, weil sie etwas besäße,
das sowohl alle Geheimdienste der Welt, sowie eine geheime
Organisation, die sich "The Deeps" nennt, haben wollen. Und da seine
Mutter jetzt tot ist und sein Vater unauffindbar, wird angenommen, Evan
hätte dieses Stück der Begierde - woraufhin er zum Gejagten wird. Er
muss um sein Leben kämpfen...
Eigentlich hab ich
das Buch gekauft, weil es ein wirklich tolles Cover hat und der Satz
"One of the year's best books" von Harlan Coben zitiert wird. Allerdings
war das Buch ein wahrer Reinfall. Es handelt sich um eine Art Spionage-
bzw. Verschwörungstheorie-Roman, in dessen Mittelpunkt Evan Casher
steht, der auf der Flucht ist, aber ständig irgendwem in die Hände
fällt. Jede Seite behauptet dabei von sich, die Guten zu vertreten, jede
Seite erzählt im eine andere Geschichte.
Die Handlung wird
dadurch immer verwirrender, die Hauptfiguren bleiben sehr flach und
verhalten sich sehr konstruiert. Man nimmt Abbotts Figuren einfach
nichts ab - ich zumindest nicht. Die Geschichte hat durchaus
interessante und spannende Sequenzen, allerdings ist sie auch sehr
reißerisch. Ich hab mich eher gelangweilt, bei der Lektüre des "One of
the year's best books" und auch nur sehr schwer in die Handlung
hineingefunden, weil ich mich ständig darüber ärgern musste, wie
schlecht erzählt die Geschichte ist, die durchaus Potential hat - auch
wenn sich alles um das altbekannte Schema Agent-schöne
Frau-Liebe-Verfolgung dreht. Schade um das Geld.
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