Die Braut die sich nicht traut
Autor: Andy Green
Original: Runaway Bride
meine Bewertung: 1 von 5
Maggie Carpenter ist
eine hübsche junge Frau, die ein kleines Problem hat: Sie verliebt sich
schnell, lässt sich dann einen Heiratsantrag machen, den sie freudig
annimmt und läuft dann aber während der Hochzeitszeremonie davon. Dies
ist ihr schon dreimal passiert. Noch bevor sie beim Altar ankam, hat sie
jedesmal die Flucht ergriffen. Ihre drei Fast-Ehemänner nahmen die
Demütigung hin, das Leben im kleinen Städtchen Hale ging immer wieder
weiter.
Nur Fast-Ehemann
Nummer drei kommt über diese Demütigung scheinbar nicht hinweg. Er
betrinkt sich in einer Bar in New York und erzählt dort die Geschichte
seiner gescheiterten Hochzeit dem Journalisten Ike Graham, der für seine
frauenfeindlichen Kolumnen stadtbekannt ist. Ike wittert eine
wunderbare Story und bringt deshalb die Geschichte von Maggie Carpenter,
der "männermordenden Bestie" in seine Zeitung. Er hat nicht mit der
Reaktion der Leser gerechnet, die sich durch und durch über das
Verhalten des Journalisten empören. Vor allem die Menschen in Hale, die
ihre Maggie gern haben, bestärken diese in ihrem Vorhaben, eine
Richtigstellung zu verlangen. Die Chefredakteurin von Ikes Blatt erhält
die Aufforderung, Ike zu entlassen, was sie auch tut.
Ike bekommt daraufhin
ein Angebot für die "wahre Geschichte" der Maggie Carpenter. Er reist
nach Hale, wo schon die Hochzeitsvorbereitungen für Maggies Hochzeit
Nummer vier laufen. Ike stößt zuerst auf Ablehnung, doch während seiner
Recherchen lernt er die faszinierende Frau näher kennen und verliebt
sich selbst in sie...
Die Geschichte ist
eigentlich ganz nett, allerdings ist die Ausführung mehr als mies.
Nachdem der Film mit Julia Roberts und Richard Gere nicht auf dem Buch
beruht, sondern das Buch erst nach dem Film erschien, hat man das
Gefühl, Green hat sein Büchlein im Kino verfasst. Es ist nicht viel mehr
als eine Beschreibung der Dinge, die passieren. Gefühl, Humor oder
Leben vermisst man zu Recht. Abgesehen von einigen typografischen
Fehlern findet man auch viele Ungenauigkeiten im Handlungsstrang.
Angeblich soll der Film nicht so schlecht sein - das Buch dazu von Andy
Green ist es leider schon! Man hätte eine wirklich nette und feinsinnige
Geschichte daraus machen können.
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