Die Abtei



Autor: Alois Brandstetter
Original: Die Abtei (1997)
meine Bewertung: 4 von 5

Wieder einmal benutzt Brandstetter den Monolog eines Ich-Erzählers dazu, um sämtliche Missstände dieser Welt anzuprangern. Er tut dies mit einem unvergleichelichem Humor, der es dem Leser leicht macht, seinen langen Monologen zu folgen. Aber das ist nichts Neues, denn dafür ist Brandstetter bekannt und geschätzt.

In dieser Geschichte geht es um einen oberösterreichischen Polizisten, der erklärt, wie es ihm während der Zusammenarbeit mit jenen Wiener Polizisten ging, die den Diebstahl des Arnulfkelchs aus dem Benediktinerkloster aufklären sollten. Der Inspektor nützt den Anlass, um über die gymnasiale Schulbildung, das Wallfahrtstum, Religion, Politik, Psychologie, Philosophie, Kommunikation etc. Klage zu führen. "Berechtigte Klage", wie der Inspektor klar macht. Wieder einmal kann ich das Buch sehr empfehlen, den Abzugspunkt gibts allerdings dafür, dass es (wie meistens bei Brandstetter) wieder keine Einteilung in Kapitel gibt, was zur besseren Übersicht beitragen würde.

"Kommunikation ist, wenn sich inkompetente Ignoranten gegenseitig anstottern." (Alois Brandstetters Inspektor)
Taschenbuch: 313 Seiten
Verlag: Dtv (April 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423251603
ISBN-13: 978-3423251600

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