Donnerstag, 30. Juni 2011

Die große Fahrt nach Amerika













Autorin: Ruth Milborn
Original: Die große Fahrt nach Amerika (1948)
meine Bewertung: 3 von 5

"Die große Fahrt nach Amerika" ist ein dünnes Büchlein aus dem Jahr 1948. Der kleine Sohn eines Kapitäns schippert gemeinsam mit seinem Hündchen als blinder Passagier nach Amerika und wird dort von den Menschen sehr freundlich aufgenommen. Irgendwann packt ihn dann aber doch das Heimweh, allen Abenteuern zum Trotz will er wieder zurück zu seinem Vater, dem Kapitän.

Das Büchlein ist in sich reimenden Versen geschrieben und der erste Teil der Serie "Hänschens Weltreisen". Es ist ein Kind seiner Zeit, weshalb man mehrmals das Wort "Neger" liest. Der restliche Inhalt ist zwar charmant, aber halt auch ein wenig befremdlich für moderne Menschen zu lesen. Das Buch hat daher eher Altertumswert als literarischen Wert.


ca. 57 Seiten
Verlag Leitner & Co, Wels

Der Schwarm



Autor: Frank Schätzing
Original: Der Schwarm (2004)
meine Bewertung: 4 von 5

Etwas ist geschehen. Die Wale in Kanada, die jedes Jahr zur selben Zeit an der Küste vorbei ziehen, bleiben zuerst lange Zeit aus. Als sich dann einige Exemplare doch hinverirren, fallen diese durch seltsames Verhalten auf. Die eigentlich friedlichen Tiere werden plötzlich aggressiv und greifen Boote von Fischern und Touristen an.

Auch ein paar tausend Kilometer entfernt ist nicht mehr alles so, wie es einmal war. In den Spitzenlokalen in Frankreich explodieren plötzlich Hummer, die statt Eingeweiden eine gallertartige Substanz in ihrem Körper tragen. Eigentlich harmlose kleine Muscheln rotten sich zusammen und bringen eine Fähre fast zum Kentern. Die Natur ist plötzlich bösartig geworden, ohne ersichtlichen Grund.

Die Regierung der Vereinigten Staaten beruft einen Krisengipfel ein. Experten auf allen Gebieten der Wissenschaften aus aller Herren Länder werden zusammengerufen und in einem luxuriösen Chalet einquartiert. Die Wissenschafter sollen zu einer Lösung kommen, denn längst schon ist klar, dass die Erde einem biologischen Krieg ins Auge blicken muss – die Angreifer und die Gründe für diesen Angreifer bleiben zuerst lange im Unklaren. Als sich dann aber klärt, womit die Experten es zu tun haben, wird ihnen schnell klar, dass nicht nur sie selbst in großer Gefahr sind, sondern die Erde, so wie wir sie gekannt haben, ebenfalls.

Ein Kampf auf Leben und Tod entbrennt, die Uhr tickt beständig – viel Zeit bleibt den Wissenschaftern nicht mehr. Besonders die beiden Hauptfiguren Anawak und Johanson haben auch mit persönlichen Problemen zu kämpfen.

„Der Schwarm“ ist ein Buch, das man vielleicht nicht unbedingt lesen sollte, wenn man gerade einen entspannten Tag am Meer verbringen möchte. Es ist spannend und recht originell, allerdings stört es schon ein wenig, dass die handelnden Personen alle mit derselben Erzählstimme „sprechen“. Egal, ob es sich um einen Marinekommandanten oder um eine Hausfrau handelt, sie alle scheinen über denselben Wortschatz zu vefügen, bzw. nicht zu verfügen.

Die Spannung lässt teilweise darüber hinwegsehen, wirklich störend sind die doch vorhandenen Längen, die dem Buch gerade am Ende viel vom Tempo nehmen. Dennoch ist es eine keineswegs unintelligente Idee, die Schätzing da verfolgt, außerdem werden viele Fakten anschaulich verpackt, so dass man sich dabei erwischt, nach dem ominösen Globster zu googlen (es lohnt sich!). „Der Schwarm“ ist also spannende Unterhaltung im Clive Cussler Stil, allerdings auf weit, weit höherem Niveau!


  • Broschiert: 956 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag GmbH; Auflage: 12., Aufl. (26. Oktober 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783596164530
  • ISBN-13: 978-3596164530

Donnerstag, 16. Juni 2011

Was ist los?

Ich weiß leider nicht so richtig, was mit meinem Blog los ist. Vielleicht kann mir da ja jemand von euch helfen? Also, ich kann

1. keine Kommentare mehr unter eigene Beiträge schreiben. Dauernd verlangt blogger von mir, ein Profil auszuwählen, obwohl ich eingeloggt bin.

2. immer, wenn ich eine Tabelle in einem Beitrag erweitern möchte und danach auf speichern klicke, formatiert sich die Tabelle automatisch so um, dass sie erst nach längerem runterscrollen sichtbar wird.

Hat wer ähnliche Probleme?

Das und die Tatsache, dass ich momentan im Diplomarbeits-Finish-Stress stecke, ist der Grund, weshalb hier in letzter Zeit eher wenig Neues zu finden war. Ich schwöre, das wird sich ändern, schließlich liegen hier 8 Bücher auf meinem Schreibtisch, die auf eine Rezension warten :D

Einstweilen: Danke fürs Vorbeischauen!

Liebe Grüße,
se Chil

Sonntag, 5. Juni 2011

Geht's noch?



Autor: Jeff Kinney
Orginal: Diary of a Whimpy Kid - The Ugly Truth (2011)
Übersetzung: Dietmar Schmidt
meine Bewertung: 4 von 5


Wieder ist ein entspannter schulfreier Sommer vorbei, Greg muss wieder in die Schule. Allerdings ist er immer noch mit seinem ehemaligen besten Freund Rupert zerstritten. Das verursacht gewaltigen Stress für den fast schon Teenager: er muss schnleunigst einen neuen besten Freund finden, ansonsten ist sein Schuljahr schon gelaufen.

Außerdem ist er mittlerweile schon ein bisschen älter, von allen Seiten wird von ihm verlangt, mehr Verantwortung zu übernehmen, aber das entpuppt sich als ziemlich schwierig – vor allem, weil diese Verantwortung mit seltsamen Aufklärungsfilmen in der Schule und deutlichen Anspielungen seitens der Erziehungsberechtigten verbunden sind.

Gregs Schuljahr wird auf jeden Fall wieder aufregend, soviel ist sicher. Ob er sich letztlich doch wieder mit Rupert versöhnt und sein Ziel erreicht, ein berühmtes Werbegesicht zu werden – darauf darf man gespannt sein!

Jeff Kinney hat mit seiner Greg-Serie eine Kinderbuchserie geschaffen, die durch seine Gestaltung im Comic-Stil ebenso besticht, wie durch seine sympathischen Charaktere und die lustigen Inhalte. Dieser Band ist der fünfte aus der Serie und steht seinen Vorgängern in nichts nach. Auch für erwachsene Leser haben die Bücher ihren Reiz, besondere Freude werden aber die Leser der Zielgruppe haben.

Durch die Gestaltung und die Tagebuch-Erzählweise gelingt der Einstieg ins Lesen selbst Leseverweigerern. Und wenn die Kleinen Gefallen daran finden, kann es immer noch mit den Bert-Tagebüchern weitergehen, die sich an eine etwas ältere Zielgruppe richten und vor allem Sex als Thema haben. Die Greg-Tagebücher sind lustig, charmant und harmlos!


Gebundene Ausgabe: 218 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus); Auflage: 4 (17. März 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833936363
ISBN-13: 978-3833936364