Mittwoch, 23. August 2006

Blood from a Stone



Autorin: Donna Leon
Original: Blood from a Stone (2005)
meine Bewertung: 4 von 5
Teil 14 der Brunetti-Serie

Commissario Brunetti muss dieses Mal im Fall eines getöteten Straßenhändlers ermitteln. Der schwarze Mann verkaufte auf dem Campo Santo Stefano gefälschte Markenhandtaschen an Touristen, so wie viele seiner Kollegen. Der Straßenhändler wurde vor den Augen einiger amerikanischer Touristen erschossen. Die Mörder waren noch verschwunden, bevor die Kunden noch mitbekommen haben, was überhaupt geschehen ist.

Das Problem für Brunetti ist, dass niemand diese Straßenhändler kennt. Er beginnt mit seinen Ermittlungen und tappt anfangs völlig im Dunkel, weil er nicht weiß, wie das Opfer heißt, woher es kam, oder wo es wohnte. Nur langsam kommt er voran, aber als er einen entscheidenden Hinweis eines Freundes bekommt und die Wohnung des Opfers durchsucht, stößt er auf einen unglaublichen Fund: Rohdiamanten im Wert von über 6 Millionen Euro.

Als dann noch alle Dateien zu dem Fall aus dem Computer von Signora Elettra, der Sekretärin seines Chefs, verschwinden und auch alle Akten unauffindbar sind, beginnt die Sache mysteriös zu werden. Vize-Questore Patta trägt Brunetti schließlich auf, die Ermittlungen zu dem Fall nieder zu legen, da sich das Innenministerium bereits um den Fall angenommen hat.

Natürlich lässt sich Brunetti nicht so einfach zurückpfeifen und deshalb ermittelt er fleißig weiter, ohne jedoch recht vorwärts zu kommen. Das Geheimnis rund um den ermodeten Straßenhändler lüftet sich erst dann nach und nach, als er von seinem Schwiegervater den Tipp bekommt, CNN einzuschalten und die Zeitung zu lesen...

Dieser Brunetti-Fall liest sich in gewohnt spannender Manier von Donna Leon. Wieder einmal hat sie es geschafft, eine gehörige Portion Gesellschaftskritik in die Geschichte zu mischen, was vor allem im Brunetti-Chiara Problem deutlich wird. Nicht nur Kritik an der Gesellschaft, sondern auch am gesamten Regierungssystem versteckt sich in dem Buch. Leider ist das Ende für mich etwas enttäuschend. Ich bin halt einfach ein Mensch, der restlose Aufklärung mag und offene Enden nicht gut leiden kann. Ansonsten meine wärmste Empfehlung - vielleicht für den Advent, um die Stimmung der Jahreszeit im Buch besser mitleben zu können.



  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Arrow Books; Auflage: New Ed (März 2006)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 0099474182
  • ISBN-13: 978-0099474180
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