Wenn die Katze weg ist
Autor: Kinky Friedman
Original: When the Cat's away (1988)
meine Bewertung: 2 von 5
Im Madison Square Garden findet eine Katzenschau statt. An sich ist das ja nichts Ungewöhnliches, zumindest nichts, was den Kinkster, seines Zeichens selbsternannter Detektiv und Countrysänger, irgendwie beunruhigen müsste. Allerdings verschwindet bei dieser Schau die Katze von Kinkys Freundin Jane und als diese ihn bittet, nach ihrem verschwundenen Liebling zu fahnden, macht sich der Kinkster auf die Socken - oder in die Cowboystiefel.
Als dann noch ein Bekannter von Jane ermordet in seinem Hotelzimmer aufgefunden wird, gemeinsam mit einem Brief, der mit "Fred Katz" unterschrieben ist, glaubt der gestiefelte Detektiv nicht mehr an einen Zufall, kann aber den Tod einer weiteren Person aus Janes Freundeskreis nicht verhindern. Kinky verstärkt seine Ermittlungen, er wird dabei von seinen Freunden Ratso, Rambam und Mc Govern unterstützt. Und gemeinsam schaffen sie es, auch noch einem internationalen Drogenring in die Quere zu kommen. Mit viel Glück kommt Kinky gerade noch davon und löst am Ende auch noch den Fall der verschwundenen Katze und der Morde.
Eigentlich sind die Krimis von Kinky Friedman immer zumindest genial-komisch, skurril und auch einigermaßen spannend, mit diesem hier verhält es sich ein bisschen anders. Obwohl es der dritte Krimi von Friedman ist, wirkt er ein wenig unbeholfen, das Vorgängerwerk "Lone Star" ist dagegen brilliant. Es fehlt der typische Witz, außerdem hat er in diesem Buch nicht mit allerlei politischen Unkorrektheiten gespart - an sich ja nicht wirklich schlecht, da es - wohldosiert - zu einem Markenzeichen des Kinksters geworden ist, aber was zuviel ist, ist zuviel. Wo Humor fehlt findet man Klischees. Schade eigentlich.
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