Wie eine Hecke voll Himbeeren
Autorin: Gunnel Linde
Original: 1977
meine Bewertung: 3 von 5
Sylvia und Pelle sind ein Paar, schon seit sie dreizehn Jahre alt sind. Jetzt sind sie vierzehn und plötzlich beginnt das Leben, problematisch zu sein. Pelle soll von seinen Eltern aus eine Klasse überspringen, dafür muss er viel lernen und kann Sylvia nicht mehr so oft sehen. Sylvia ist darüber ganz unglücklich und weiß nicht, was sie tun soll. Sie hat eine Freundin, Maggan, aber die ist ihr keine große Hilfe. Die weint viel und darf sich von ihrer Mutter aus nicht mit Sylvia treffen, sie versteht das Leben von Sylvia einfach nicht. Die einzige wahre Stütze sind dem Mädchen ihre drei Geschwister, ihre Mutter und ihr Vater, die ihr noch einiges über das Leben und das Lieben beibringen können.
Pelle schafft es in die höhere Klasse, er hat neue Freunde und sieht Sylvia nur noch selten. Außerdem ist da noch Anja, die jetzt auch in seine Klasse geht. Nicht nur, dass sich Pelle und Sylvia nur noch selten sehen, sondern auch, dass Pelle umziehen soll, machen Sylvia große Sorgen, die das Leben plötzlich überhaupt nicht mehr lebenswert findet...
Die Geschichte ist aus der Sicht von Sylvia erzählt, die für ihr Alter (14 Jahre) etwas frühreif zu sein scheint. Sie besorgt sich in der Mädchenberatung ein Rezept für die Pille, denkt daran, mit Pelle zu schlafen und ist doch noch ganz Mädchen. Sie durchlebt alle Höhen und Tiefen einer Teenie-Liebe, die am Ende doch nicht gut geht, allerdings kommt sie am Ende zur wertvollen Erkenntnis, dass das Leben trotz allem lebenswert ist. Das Buch ist nett zu lesen und humorvoll, allerdings finde ich es seltsam, dass schon 13-, 14-Jährige sich ernsthaft mit dem Gedanken tragen, sich umzubringen oder miteinander zu schlafen, weiters findet man einen Querverweis auf Anna Karenina. Kennt man die mit 14 schon?
AngelInChains schreibt am 22.04.2007 um 19:22 Uhr:"Das Buch ist nett zu lesen und humorvoll, allerdings finde ich es seltsam, dass schon 13-, 14-Jährige sich ernsthaft mit dem Gedanken tragen, sich umzubringen oder miteinander zu schlafen, weiters findet man einen Querverweis auf Anna Karenina. Kennt man die mit 14 schon?"
AntwortenLöschenDu unterschaetzt "die Jugend von heute" ;) Wobei ich, was bedauernwert ist, schon zugeben muss, an Sex und Suizid denken sehrwohl schon viele Leute mit 13 oder 14, nur in Sachen Literatur ist nicht viel Wissen vorhanden...