Die Tonne mit dem Totenkopf

Autor: Thomas Brezina
Original: Die Tonne mit dem Totenkopf (1990)
meine Bewertung: 3 von 5


Axel verbringt einige Tage in seinen Sommerferien bei seiner Tante Fee. Er genießt das schöne Wetter und bricht eines Tages zu einem Waldlauf auf. Dieser Waldlauf hat es in sich, denn plötzlich wird Axel von einer wilden Bestie verfolgt. Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die wilde Bestie allerdings als zornige Kuh, die Axel mit geblähten Nüstern verfolgt und schreckliche Laute ausstößt. Nur ein Sprung in den kalten Waldsee kann Axel vor dem Monster retten.
Als er wieder bei seiner Tante ankommt, ist für ihn eines klar: Seine Freunde und somit die restlichen Mitglieder der Knickerbockerbande müssen her, denn nur gemeinsam können sie herausfinden, was die Kuh dazu gebracht hat, so durchzudrehen. Lilo kommt aus Salzburg nach Linz, Poppi aus Graz und Domink aus Wien. Es dauert nicht lange, bis die vier eine heiße Spur verfolgen können und herausfinden, was der Nachbarbauer mit der ganzen Sache zu tun hat und weshalb im Wald gefährlich aussehende Tonnen gebunkert werden.
Gerade noch können die vier Juniordetektive einen schrecklichen Plan verhindern und begeben sich dabei aber in allerhand Gefahr. Doch wie heißt es so schön im Motto der Knickerbockerbande? "Vier Knickerbocker lassen niemals locker!"
Thomas Brezina ist in den letzten Jahren zu einer wahren Größe auf dem Kinderbuchsektor gelangt, er gehört zu den Vielschreibern in diesem Genre. Diese Geschichte ist der siebte Band aus der Reihe der Knickerbockerbande und gehört leider nicht zu den stärksten der Bücher. Es gibt besonders unter den späteren Abenteuern spannendere, allerdings werden sie meist auch immer unrealistischer und unwahrscheinlicher.
Es ist nett zu lesen, dass Brezina seinen Wurzeln treu geblieben ist und in diesem Band (ich las eine Erstausgabe) einige Austriazismen zu finden sind, beispielsweise der "Plafond" und die "Stellage". Allerdings muss man anmerken, dass in Österreich die Mehrzahl von "Block" immer noch "Blöcke" heißt und nicht "Blocks" und man "Haken" schlägt und keine "Hacken". Trotzdem kann man das Buch (und auch alle anderen Bände der Reihe) getrost seinen Kindern überlassen. Sie kommen meist ohne Gewalt aus und sind spannend. Kann man also lesen, muss man aber nicht.

  • Taschenbuch: 140 Seiten
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: 1 (August 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3473562114

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