Sonntag, 6. Mai 2007

Das leere Grab im Moor

Autor: Stefan Wolf
Original: Das leere Grab im Moor (1976)
meine Bewertung: 3 von 5


Es ist kurz vor den Sommerferien. Die Mitglieder von TKKG haben ein paar Tage frei, weshalb Tarzan und Klößchen diese Tage bei den Sauerlichs, also Klößchens Eltern, verbringen. Doch das hält sie nicht davon ab, mit Karl und Gaby, ihren Freunden, viel Zeit zu verbringen. Eines Nachts beobachtet Tarzan, der eigentlich Peter Carsten heißt und nur wegen seiner schwarzen Locken und der braungebrannten Haut so genannt wird, wie am schwarzen Himmel etwas explodiert. Anfangs glaubt der Junge noch, eine Sternschnuppe gesehen zu haben.
Am nächsten Tag erfährt er von Karl, dass er wohl das Flugzeug des Scheichs Abu Yassir Khalun war, das in der Nacht über dem Moor explodiert und abgestürzt ist. Die Maschine war auf dem Weg nach Paris und außer dem Piloten, der an Bord war, ist auch ein Schatzkästchen verschwunden, das der Pilot transportieren sollte. Natürlich ist die ganze Stadt am nächsten Tag auf den Beinen, um nach dem verschwundenen Schatz zu suchen. Auch die Kinder begeben sich ins Moor, aber auch sie finden nichts. Zumindest vorerst. Denn Tarzan macht eine grausame Entdeckung: Jemand hat im Wald gewildert und ein Reh in einem Baum versteckt.
Die Bande setzt sich in den Kopf, den Wilddieb ausfindig zu machen, um diese himmelschreiende Ungerechtigkeit aus der Welt zu schaffen. Sie machen in ihren Ermittlungen auch ansehnliche Fortschritte, doch sie kommen der Lösung des wahren Problems immer näher. Einige Personen fühlen sich auf den Schlips getreten, weshalb der treue Cockerspaniel Oskar, der Gaby gehört, entführt wird. Kommen die Bandenmitglieder den Tätern noch rechtzeitig auf die Schliche?
Auch dieses Werk von Stefan Wolf bietet Kindern ideale Unterhaltung. Es werden moralische Werte vermittelt, beispielsweise Umweltschutz, Ehrlichkeit und Loyalität, allerdings tritt hier besonders eklatant in Erscheinung, was schon öfters an Wolfs Büchern kritisiert wurde. Es herrscht eine ziemlich chauvinistische Haltung der Jungs gegenüber Gaby, die das einzige Mädchen der Bande ist. Zwar respektieren und schätzen (und lieben, wie in Tarzans Fall) die Jungs Gaby zwar, allerdings sagen sie schon mal Dinge wie: „Um diese Zeit gehören Mädchen ins Bett.“ Oft muss Gaby daheim bleiben, weil die Unternehmungen für sie angeblich zu gefährlich werden. Außerdem kommt in diesem Band noch hinzu, dass ein Obdachloser vorkommt und von der Bande sehr herablassend behandelt wird. Auch in diesem Bereich lässt Wolf kein Klischee offen. Ansonsten harmlos und spannend.

  • Broschiert: 187 Seiten
  • Verlag: Bertelsmann, München (November 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570215733

  •  

    Keine Kommentare:

    Kommentar veröffentlichen