Donnerstag, 10. Mai 2007

Der Knochenmann

Autor: Wolf Haas
Original: Der Knochenmann (1997)
meine Bewertung: 4 von 5

Dieser Fall führt Simon Brenner in die Steiermark, genauer gesagt, nach Klöch. Der Privatdetektiv wurde von der Tochter des Besitzers der weithin bekannten und beliebten Grillstation Löschenkohl gerufen worden. Im Keller des riesigen Restaurants wurden zwischen all den Hühnerknochen auch die Oberschenkelknochen eines Menschen gefunden. Der Arbeiter, der die Knochenmehlmaschine bedient, hat sie gefunden. Wo das Fleisch des Toten hingekommen ist, wagt die Kellnerin vom Löschenkohl gar nicht zu denken. Simon Brenner stellt in gewohnter Manier seine Fragen und als im Laufe der Ermittlungen noch drei weitere Menschen verschwinden und die Spuren auch nach Wien führen, wird’s langsam „trabig“, wie die Österreicher sagen. Doch unter Einsatz seines Lebens, bzw. seines kleinen Fingers, gelingt es auch dieses Mal dem sympathischen Detektiv, den Fall zu lösen. Wolf Haas hat erneut einen wirklich verzwickten Fall geschaffen, in den er seinen griesgrämigen Anti-Helden Simon Brenner schickt. Viel Lokalkolorit und Humor zeichnen seine Werke aus, der Fall ist meist spannend und die Erzählperspektive sehr interessant. Man hat das Gefühl, mit dem Autor am Tisch zu sitzen und seinen Schilderungen zu lauschen, ein kühles Bier vor sich und wartend auf die Brettljausn.


  • Taschenbuch: 154 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 10., Neuausg. (August 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499228327
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