Montag, 27. August 2007

Yachtfieber



Autorin: Gaby Hauptmann
Original: Yachtfieber (2005)
meine Bewertung: 3 von 5

Marc Richards, der reiche Designer, macht jedes Jahr mit seiner Frau Pia und der zwanzigjährigen Tochter Kim Urlaub auf der Yacht „Dogukan“ vor der türkischen Küste. In diesem Jahr sind außerdem das Ehepaar Nadine und Uli mit von der Partie. Auch Anja, eine Freundin der Familie, die gerade von ihrem Ehemann verlassen wurde, und Kims Freundin Alissa, sind an Bord. Es könnte ein unbeschwerter Urlaub werden, wenn nicht eines Tages plötzlich das schnittige Rennboot von Franco, einem entfernten Bekannten, neben der Dougkan auftaucht.

Der Lebemann Franco hat vier junge Models an Bord, gemeinsam verbringen alle einen netten Nachmittag. Als sie jedoch ein Bad im Meer nehmen, kommt einer nicht zurück. Franco ist verschwunden. Die türkische Polizei wird eingeschaltet, doch dann beginnen die Probleme erst richtig. Angeblich hätte Franco mehrere Kilo Drogen an Bord gehabt, die er in die Türkei schmuggeln wollte. Die Drogen sind verschwunden, Franco auch. Deshalb werden die Models und Marc abgeführt und verbringen eine Nacht im türkischen Gefängnis. Am nächsten Morgen sieht die Sache nicht besser aus. Die deutsche Boulevardpresse hat Wind von der Sache bekommen, in den Schlagzeilen wird Marc bereits als Mörder bezeichnet.

Nachdem Marc auf die Yacht zurück gekehrt ist, werden die Dinge nur noch schlimmer. Plötzlich wird das Boot von schwarz maskierten Männern geentert. Sie bedrohen die Urlauber und nehmen das halbe Boot auf der Suche nach Drogen auseinander. Fündig werden sie dabei jedoch nicht. Als Alissa eine spektakuläre Flucht gelingt, ist die Jagd eröffnet…

Hauptmanns Roman ist durchaus spannend und angenehm zu lesen. Leider sind die Schwächen der Geschichte jedoch offensichtlich. In einem Anflug von Moral macht sie einen Ausflug in die deutsche Geschichte, die zwar alles andere als rühmlich war, jedoch in einer Geschichte wie dieser auch nichts verloren hat. Außerdem handeln die Figuren nicht immer besonders „echt“. So versucht Alissa beispielsweise kein einziges Mal, die Dogukan zu erreichen, nachdem sie geflohen ist. Sie kann ja nicht wissen, dass die anderen ihre Handys über Bord werfen mussten. Sie versucht es weder mit dem Handy, noch per Funk.

Weiters scheinen die anderen nicht wirklich etwas zu tun, um Alissa zu finden. Sie suchen sie zwar halbherzig und finden sie nicht, das hindert sie aber auch nicht daran, vergnügte Stunden an Bord der Dogukan zu verbringen. Wenn man sonst nichts zur Hand hat (beispielsweise einen richtigen Krimi), kann man ja gern dieses Buch lesen. Es gibt jedoch weit Lesenswerteres dieser Tage.
Broschiert: 295 Seiten
Verlag: Piper; Auflage: 3 (Oktober 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492262236
ISBN-13: 978-3492262231

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