Sonntag, 17. Februar 2008

Emma



Autorin: Jane Austen
Original: Emma (1816)
meine Bewertung: 3 von 5

Emma Woodhouse lebt mit ihrem Vater in einem Anwesen in der Nähe von London. Ihr Bekanntenkreis ist auserwählt, so wie es sich für eine Tochter aus sehr gutem Hause gehört. Zu ihren Freunden gehört zuerst einmal ihre ehemalige Gouvernante, die von Highbury wegging, um die Frau von Mr. Weston zu werden. Außerdem ist da ihre neue Freundin Harriet, die von nicht ganz so guter Herkunft ist. Dennoch gibt sich Emma mit ihr ab, das Mädchen tut ihr Leid. Emma möchte Harriet in die gute Gesellschaft einführen. Außerdem ist da noch ihr alter Freund Mr. Knightley, der Schwager ihrer Schwester Isabella. Dann gibt es noch Mr. Elton, den Gemeindepfarrer und Jane Fairfax, eine junge Dame im selben Alter wie Emma. In den sogenannten guten Kreis wird außerdem noch Mr. Frank Churchill aufgenommen.

Der Inhalt von Austens „Emma“ lässt sich meiner Meinung nach schwer zusammenfassen. Eigentlich geht es um lauter Kleinigkeiten, das Hauptmotiv ist jedoch die Liebe. Und genau diese geht in diesem Werk verschlungene Wege bis sich am Ende dann doch alles in Wohlgefallen auflöst, gibt es einige Missverständnisse zu überwinden. Ich persönlich habe das Werk, das als „Jane Austens literarisch bedeutendster Roman“ bezeichnet wird, als sehr anstrengend und streckenweise auch als langweilig empfunden. Von der „Komödie der Irrungen und Wirrungen“ konnte ich wenig entdecken, amüsant fand ich das Buch nicht.

Es kommt mir so vor, als hätte Austen einen Roman über Lappalien geschrieben, über Dinge, die im „normalen“ Leben keine Bedeutung haben und von denen ich nicht einsah, wieso der Leser damit belästigt wurde. Als Kandidaten für die Kategorie „too stupid to live“ würde ich gerne Emmas Vater vorschlagen, der beim kleinsten Lufthauch schon eine Lungenentzündung bekommt. Dennoch muss man Austen eins zugute halten: Sie hat die Stimmung des viktorianischen Lebens in einem Herrenhaus perfekt eingefangen, man fühlt sich tatsächlich ein wenig in diese Zeit versetzt. Dafür und für die handwerkliche Qualität vergebe ich 3 Punkte. Vielleicht eins der Bücher, die man öfter lesen sollte, um es würdigen zu wissen.
Taschenbuch: 527 Seiten
Verlag: Dtv (August 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423133570

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