Freitag, 4. April 2008

The Eyre Affair



Autor: Jasper Fforde
Original: The Eyre Affair (2001)
meine Bewertung: 5 von 5

Wir schreiben das London des Jahres 1985. Thursday Next, ohne Freund, ohne nennenswertem sozialen Leben, dafür mit einem Dodo der Version 1.2 und selbst bereits jenseits der 30. Sie ist in der Spezialeinheit LiteraTec. Denn in diesem London wird vor allem die Literatur geehrt und beschützt, die Menschen sind verrückt nach Büchern und benennen sich sogar nach ihren Lieblingsschriftstellern oder Romanfiguren. Wahre Pilgerstätten sind die Originalmanuskripte von Dickens oder Brontë.

Mycroft Next, der schrullige und ebenso geniale Erfinder, entwickelt sogar eine Vorrichtung, mit der man in Romane spazieren kann. Thursday war früher schon in einem Roman, nämlich als Kind. Sie hat Jane Eyre gesehen und mit Edward Rochester sogar eine Art Freundschaft geschlossen. Jetzt hat der ultimative Bösewicht, Acheron Hades, das ProsaPortal, Mycrofts Erfindung, gestohlen und Mycroft gekidnappt. Außerdem ist das Originalmanuskript von Dickens „Martin Chuzzlewit“ verschwunden.

Um seine Macht zu beweisen, entführt Hades eine Nebenfigur aus dem Originalmanuskript von „Martin Chuzzlewit“. Er bringt die Figur in die Gegenwart und ermordet sie da. Da er somit das Originalmanuskript verändert hat, schreiben sich auch alle anderen „Chuzzlewit“-Ausgaben neu. Hades droht damit, Jane Eyre zu entführen. Und welche Auswirkungen das auf das Buch haben wird, da es ja in der ersten Person erzählt ist, ist klar. Thursday und ihre Kollegen von LiteraTec werden aktiv und versuchen, das Schlimmste zu verhindern.

„The Eyre Affair“ ist ein ungewöhnliches Buch. Es steckt voller literarischer Anspielungen und als wahre Bücherratte wünscht man sich richtig, doch auch einmal in diesem London vorbei zu schauen, wo Bücher über alles gehen. Zwar muss man selbst nicht unbedingt alle Werke gelesen haben, die vorkommen oder auf die angespielt wird, um Spaß bei der Sache zu haben. Jedoch macht es das Buch noch witziger, wenn man zumindest „Jane Eyre“ gelesen hat – das ich sowieso jederzeit jedem ans Herz legen würde.
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Hodder & Stoughton (19. Juli 2001)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 034073356X
ISBN-13: 978-0340733561

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