Sonntag, 26. Oktober 2008

Ahoi



Autorin: Ellen Prinz
Original: Ahoi (2005)
meine Bewertung: 1 von 5

Hella aus Papenburg, Halbtagsfriseuse und alleinerziehende Mutter zweier Kinder, kann ihr Glück kaum fassen. Sie hat soeben eine Reise auf einer Luxusyacht im Indischen Ozean gewonnen. Das Beste an der Sache ist: Sie wird nicht allein reisen, sondern das ganze Boot wird vollbesetzt mit Stars sein.

Die Reise wird von Kameras begleitet, sie ist damit Gastdarstellerin in einer TV-Reality Serie. Hella freut sich, denn was sind ein paar Kameras schon für ein Preis, wenn man dafür mit Prominenten eine Yacht teilen darf? Außerdem wird auch Tommy Bergmann, der Moderator der Show und ihr absoluter Liebling, mit an Bord sein.

Der Vertrag ist schnell unterschrieben, die Reue kommt bereits im Flugzeug. Während sich die Stars und Sternchen affektiert und blasiert geben, vermisst Hella ihre beiden Kinder unheimlich. Aus dem vermeintlichen Luxustrip wird außerdem schnell ein Himmelfahrts-Kommando. Seltsame Dinge passieren an Bord der Yacht und sämtliche Mitglieder der Besatzung, auch die Stars, verschwinden nach und nach. Während die Besatzung dies in einem unbeobachteten Moment tut, sterben die Stars vor laufender Kamera.

Was ist da bloß los? Hella fürchtet um ihr Leben und beginnt, die Sache in die Hand zu nehmen. Schließlich möchte sie ihre beiden Kinder so schnell wie möglich wieder in die Arme schließen können. Doch wer spielt ein falsches Spiel?

Die Idee des Buches ist zweifellos ganz nett, birgt außerdem einiges an Spannungspotential. Die Ausarbeitung jedoch lässt zu wünschen übrig. Schon viel zu früh hat man den richtigen Verdacht, auch wenn die Geschichte allzu inkonsequent auf diese Aufklärung hinausläuft. Sprachlich sehr flapsig, da wollte jemand wohl einen spannenden Frauenroman schreiben, der vor platter Romantik nur so trieft. Außerdem hat das Lektorat nicht aufgepasst und die Autorin ebenso wenig. Bis zum Ende konnte man sich scheinbar nämlich nicht darüber einigen, ob Hellas Freundin, die auf die Kinder aufpasst, nun Kiki oder Kitty heißt.

Einen Punkt gibt es dafür, dass Schuhe keine wichtige Rolle spielen, obwohl sie neuerdings scheinbar zu jedem „Frauenbuch“ zu gehören scheinen und auch sonst auf einige Klischees verzichtet wird. Die Hauptfigur ist weiters sympathisch und kompetent angelegt, was man auch positiv anrechnen kann. Ansonsten: Es gibt weit Besseres auf diesem Gebiet!
Taschenbuch: 285 Seiten
Verlag: Droemer/Knaur (Januar 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426628945
ISBN-13: 978-3426628942

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