Dienstag, 2. August 2011

Quotenkiller



Autor: Clemens Stadlbauer
Original: Quotenkiller (2003)
meine Bewertung: 2 von 5

Der hübsche und fröhliche Radiomoderator Tommy und dessen Freundin Lisa fühlen sich auf der Überholspur des Lebens. Tommy soll den Sprung vom Nachtprogramm ins Frühstücksprogramm bald schaffen, Lisa reicht es schon, die Freundin von Tommy zu sein. Das Leben könnte so schön sein, wenn es denn nicht zu Ende wäre. Während seiner Nachtshow wird Tommy zu den Klängen von Mariah Carey ermordet.

In derselben Nacht möchte sich Lisa ein wenig Extra-Spaß verschaffen, weshalb sie sich mit ihrem Stammdealer verabredet. Dieser kommt mit dem Taxi angerauscht und wartet auf Lisa. Doch als diese zu ihm ins Taxi steigt, ist er bereits tot. Kein Wunder, dass es Lisa nicht sonderlich beruhigt, als sie erfährt, dass sie beim Aussteigen aus dem Auto des Ermordeten fotografiert wurde. Sie wird mit den Fotos erpresst. Die Erpresser wollen allerdings kein Geld, sondern eine ominöse Musikkassette.

Eine spannende Jagd beginnt – eine Jagd, in der die Protagonisten hin und wieder auch in die Rolle der Jäger schlüpfen. Es wird grausam, blutig und spannend, hin und wieder aber auch verwirrend und sehr platt.

„Quotenkiller“ ist der Debüt-Krimi des Ö3-Radiomoderators und Musikexperten Clemens Stadlbauer. So lange sich Stadlbauer dort bewegt, wo er für sich auf sicherem Terrain ist, nämlich in der Welt des Radios und der Musik, nimmt man ihm auch ab, was er schreibt. Wenns dann ans Eingemacht und Ermittlerische geht, wird das Eis schon dünner, aber auch das schafft er ohne große Einbrüche. Es ist ein recht sympathischer Versuch, dem man auch einen kleinen Logikfehler ein bisschen nachsehen kann. Ein bisschen gewollt, ein bisschen platt, aber nicht hoffnungslos.


  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 1 (1. September 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3852184355
  • ISBN-13: 978-385218435

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen