Dienstag, 28. Februar 2012

Kolumbus und die Killerkarpfen



Autor: Thomas Brezina
Original: Kolumbus und die Killerkarpfen (1992)
meine Bewertung: 2 von 5

Die Knickerbockerbande, bestehend aus Axel, Lilo, Poppi und Dominik, macht mit Poppis Eltern Urlaub auf den Azoren. Poppis Vater, ein Professor, möchte sein wissenschaftliches Werk dort fertig stellen, deshalb sind die Eltern von Poppi damit einverstanden, dass die Kinder gemeinsam mit Dr. Kraner, einem alten Bekannten des Professors, auf dessen Schiff den Atlantik erforschen möchten. Die Kinder packen ihre Sachen und machen sich auf den Weg zu Dr. Kraners Boot.
Als Dominik jedoch eine Toilette aufsucht, hört er zufällig ein Gespräch zwischen zwei Gangstern mit, die davon sprechen, dass irgendwo ein Vulkan versteckt sein soll, in dessen Krater sich ein geheimes Labor befindet, von dem auch Raketen abgeschossen werden können. Dominik berichtet natürlich gleich nach seiner Rückkehr seine unheimliche Beobachtung seinen Freunden und Dr. Kraner, doch die lachen ihn nur aus und glauben ihm nicht. Der Erwachsene reagiert sogar ziemlich ungehalten.
Kurz bevor die Kinder Kraners Boot besteigen sollen, werden sie allerdings gekidnappt und in einer Kiste eingenagelt an Bord eines Walfänger-Schiffes gebracht - der blanke Horror für die Kinder. Die Besatzung des illegalen Schiffes möchte die Kinder aus dem Weg schaffen, es ist ihnen ernst damit. Sie werden wieder in eine Kiste eingenagelt und über Bord geworfen. Ob sie dieses Mal überleben?
Nun, generell sind die Meinungen zur Knickerbockerbande und zum Schreibstil Thomas Brezinas ja durchwachsen. Da es aber erst ca. fünfzehn Jahre her ist, dass ich selbst zu seiner Zielgruppe gezählt habe, kann ich mich noch sehr gut daran erinnern, wie es war, als ich die Bücher mit zwölf las. Ich war einerseits stolz, Krimis zu lesen, andererseits hat es auch Spaß gemacht, ich fand die Bücher damals spannend und hab versucht, alle Bücher aus der Bibliothek auszuleihen. Für die Zielgruppe also mit Sicherheit eine gute Wahl.
Aus pädagogischer Sicht vielleicht nicht unbedingt der lehrreichste Stoff, doch auch für Erwachsene gibt es Unmengen von Büchern, die genau eines wollen: unterhalten. Und das schafft Brezina. Dem erwachsenen Leser fehlt halt der logische Abschluss aller Handlungsfäden, manchmal ist natürlich auch alles sehr weit hergeholt. Da das Buch auch in seiner originalen Intention, nämlich der Unterhaltung, das schwächste aus der Serie ist, gibt es jedoch nur zwei Punkte.


  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
  • Verlag: hpt (1992)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3700401809
  • ISBN-13: 978-3700401803

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